Newsletter 2015 / 10



Dauerhafte und eindeutige Bildadressen

prometheus - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre
prometheus-bildarchiv.de


Liebe Abonnenten, liebe Abonnentinnen,

Anfang der nächsten Woche findet in Dortmund, im DASA, die diesjährige MAI-Tagung statt. Rund um das Thema "Museum und Internet" richtet sich die Fachtagung an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Museen, Ausstellungshäusern, Archiven, Bibliotheken und Kulturadministrationen. Das Programm macht neugierig auf spannende digitale Bilderwelten. Wir werden sie uns anschauen und berichten.

Herzliche Grüße,
Ihr
prometheus-Team


... aus dem Bildarchiv

Dauerhafte und eindeutige Bildadressen

Für Ihr Suchen und Sammeln im Bildarchiv muss prometheus im Hintergrund ein zuverlässiges, dauerhaftes Referenzieren und Verlinken auf die Bilder und Datensätze gewährleisten. Dazu werden von prometheus persistente Identifikatoren (PIDs) erzeugt, die jeweils eindeutig genau ein Bild mit Datensatz bezeichnen. Diese Referenz wird im Bildarchiv überall dort verwendet, wo auf die Bilder verwiesen wird: in der Ergebnisliste, der Vollansicht, in den Bildsammlungen, den Präsentationen und bei den Favoriten. Über eine URL kann so z.B. auf den gewünschten Datensatz verlinkt werden: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/show/bpk-b5da63da19c040665a274d1ea53867867d4b7002
Die PIDs werden auf Basis eines Datenbank-Kürzels und der Metadaten aus dem jeweiligen Datensatz erzeugt. Meist befindet sich unter diesen Metadaten die interne ID (Identifikationsnummer) des Datensatzes. Zur Berechnung des eindeutigen Wertes, einer Kombination aus 40 Buchstaben und Zahlen, verwenden wir die kryptologische Hash-Funktion SHA1 (secure hash algorithm). Sie soll sicherstellen, dass keine zwei gleichen Werte erzeugt werden, damit die Identifikatoren persistent und eindeutig referenzierbar sind. Diese Vorgehensweise ist auch deshalb unerlässlich, weil die IDs in den Datensätzen der über 80 Datenbanken identisch sein können, was zu Verwechslungen und Verwirrungen führen würde.


Digitale Bilderwelten

Das ewige Netzwerk

Eine vielseitige Auswahl an Kunstwerken der Fluxus-Bewegung bietet das Online-Archiv ‚Fluxus Digital Collection‘ des Digital Studio for Public Arts & Humanities an der Universität Iowa. Werke von Nam June Paik, Yoko Ono, Joseph Beuys oder Alison Knowles, aus dem 20. Jahrhundert, aus kurzlebigen Materialien, mit partizipativen Ansätzen und spielerischem Humor für Forschung, Lehre und Kunstinteressierte.
thestudio.uiowa.edu

Die norditalienische Renaissance

Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Bibliotheken, Archiven und Museen in den italienischen Städten Ferrara, Mantua, Mailand, Venedig und Verona und dem Getty Center. In einer virtuellen Ausstellung werden über 100 verstreute Manuskript-Seiten, Tafelbilder und andere Werke von Künstlern der norditalienischen Renaissance vereint. Dazu kommen Informationen über höfische Intrigen oder das damalige Leben der Künstler. Die Plattform Google Open Gallery ermöglicht Bildvergleiche und Bildbetrachtungen im Detail.
blogs.getty.edu, virtuelle Ausstellung

Die medialen Übertragungstechniken

Im Olympischen Museum in Lausanne wird die Entwicklung der Berichterstattung zu Olympia gezeigt, von den ersten Radioreportagen bis hin zur digitalen Berichterstattung der Zukunft. Die interaktive Ausstellung im Netz ‚LIVE! Broadcasting the Olympic Games‘ zeigt unter anderem die ältesten olympischen Bewegtbilder, aufgenommen 1904 in St. Louis (USA).
olympic.org

Der Hamburg-Besuch

Die Online-Ausstellung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky „Beckett in Hamburg 1936“ basiert auf dem Hamburg Kapitel aus Samuel Becketts „German Diaries“ und den Recherchen von Roswitha Quadflieg. Sie zeigt unter anderem Stationen seines neunwöchigen Aufenthalts in der Hafenstadt.
schaukasten.sub.uni-hamburg.de


Digitale Forschung

Systemänderung für Wissenschaftsverlage

Eine Studie der Max Planck Digital Library hat sich intensiv mit dem derzeitigen Geschäftsmodell von Wissenschaftszeitschriften auseinander gesetzt. Sie kommt zu dem Schluss, dass einer Umwandlung in ein offenes, sparsameres System, dem Umbau zu Open Access, nichts im Wege steht.
faz.net, Studie der Max Planck Digital Library

Gettys Forschungsportal

Der mehrsprachige, multikulturelle Katalog des Getty Research Portals bietet Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen kostenlosen Zugang zu momentan 71.133 digitalisierten Texten der Kunstgeschichte. Erst Anfang April kamen über tausend Aufzeichnungen dazu.
getty.edu

Grabungen im Sudan

Naga liegt nordöstlich von Khartum, der Hauptstadt der Republik Sudan, in der Steppe und ist seit seiner Blütezeit von 200 v. Chr. bis 250 n. Chr. quasi unberührt. Das Ruinenareal bietet optimale Bedingungen für archäologische Feldforschung. Auch innovative 3D-Technologie kommt hier zum Einsatz, im Naga-Projekt des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst, München.
naga-project.com

Gefühlswelt im viktorianischen London

Die Basis für das Crowdsourcing-Projekt „Mapping Emotions in Victorian London“ ist die geographische Karte von London. Dazu kommen Romanbeschreibungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie werden von Freiwilligen gelesen und mit Kommentaren versehen, um herauszufinden, wie die Londoner Orte und Plätze beschrieben sind: glücklich, furchtsam oder emotionslos. Mit den Ergebnissen können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Literaturgeografie jetzt wie erwartet ihre Forschungsfragen beantworten.
historypin.org


Digitale Lehre

Social Media im Studium

Auf dem Portal e-teaching.org geht es momentan im Themenspecial um „Social Media – Social Learning“. Bei der Auftaktveranstaltung, einem Online-Event, geben die beiden Referentinnen Nina Kahnwald und Eva-Christina Edinger Einblicke in die nationale und internationale Praxis auf der Basis von empirischen Untersuchungen.
e-teaching.org

Rechtskonform netzwerken

Der WDR hat in drei Multimediareportagen das Wichtigste zum sicheren Posten, Teilen und Liken zusammengestellt. Dazu gehören vor allem Hinweise zum Urheber- und Bildrecht, aber auch Tipps zu Kommentaren und Beiträgen in den sozialen Medien.
wdr.de

Ich hab‘ da mal ‘ne Frage...

Seit Anfang Mai beantwortet das Van Gogh Museum in Amsterdam auf seiner Website jeden Tag eine Frage zu Van Gogh. 125 Tage lang. Bisher gibt es unter anderem Antworten darauf, warum er Künstler wurde, ob er Kunst studiert hat oder warum er so viele Selbstportraits gemalt hat. Sie haben andere Fragen? Schicken Sie sie doch ans Museum.
vangoghmuseum.nl

Sprünge durch die Kunstepochen

Im (Point-and-click-)Computerspiel „Imagoras – Die Rückkehr der Bilder“ können Kinder ab 8 Jahren auf eine mehrstündige Entdeckungsreise in die abenteuerlichen Bildwelten der Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken des Frankfurter Städels gehen. Durch die genaue Betrachtung der Bilder lernen sie verschiedene künstlerische Ansätze kennen und bringen gestohlene Fantasie und Magie zurück, immer in Begleitung von Flux.
imagoras.staedelmuseum.de


Digitaler Remix

Promi im Bild

Die französische Grafikerin Bénédicte Lacroix bringt sie zusammen: Lana Del Rey, Gérard Depardieu, Roger Federer oder Catherine Zeta-Jones und die Werke von William Adolphe Bouguereau, Jean-Auguste-Dominique Ingres oder Franz Hals.
bainay.tumblr.com


prometheus-Zahlen

1.321.866 Bilder * 84 Datenbanken * 152 Campus- und Institutslizenzen * 9.870 Persönliche Zugänge * 33.148 Bildsammlungen * 478 Öffentliche Bildsammlungen * 3.445 Präsentationen * 3.800 Favoriten * 448 Bilduploads * 26.781 Bildbewertungen * 559 Kommentare * 1.154 „Gefällt-Mir“-Angaben bei Facebook * 940 Follower bei Twitter * 90 Abonnenten bei Instagram * 80 Follower bei Google+

prometheus-Suchbegriffe

Top 10 Begriffe im April

rom (939) – holzschnitt (882) – aphrodisias (783) – picasso (770) – rembrandt (516) – florenz (466) – berlin (461) – atelier (456) – caspar david friedrich (428) – caravaggio (404)


Call for...

10.05.2015 Stichtag für Einreichungen „AppArtAward“
11.05.2015 Call for Papers „Nestor Praktikertag 2015“
15.05.2015 Call for Papers „Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur...“
15.05.2015 Einsendeschluss „4. Redaktionswettbewerb für Studierende, KM Magazin“
31.05.2015 Call for Blogartikel „Experimente in den Digital Humanities #dhiha6”

12.06.2015 Call for Applications „Summer School:...Digitale Vermittlungskonzepte...“
11.05.2015 Call for Papers „Zündfunk Netzkongress“


Termine

11.05.2015 Aus alt mach digital: Die Zukunft historischer Schätze, Nürnberg
11.-12.05.2015 MAI-Tagung, Dortmund
11.-12.05.2015 DARIAH-DE Workshop "Store it, share it, use it. ...", Göttingen
14.-17.05.2015 Schafft sich die Öffentlichkeit eine andere Archäologie?, Tübingen
14.-17.05.2015 Diversity of play: Games – Cultures – Identities, Lüneburg
17.05.2015 Internationaler Museumstag „MUSEUM. GESELLSCHAFT. ZUKUNFT.“
18.05.2015 Perspektiven – Zum Bild gewordene Blicke, Basel
21.-22.05.2015 Digital Material, Galway
26.-29.05.2015 104. Bibliothekartag, Nürnberg
30.05.-01.06.2015 Kunstgeschichte Festival, Wien

01.06.2015 #DigitalHumanities in der Praxis, Göttingen
01.-12.06.2015 Visualizing Venice: The Biennale and the City, Venedig
02.06.2015 Visualisierung kultureller Sammlungen, München
04.-07.06.2015 88. KSK „Nacht“, Trier
12.-14.06.2015 stARTcamp RuhrYork, Dortmund
17.06.2015 Culture Geek, London
18.06.2015 Digitale Strategien für Kultureinrichtungen, Köln
18.06.2015 Grimme Online Award, Köln
18.-19.06.2015 Rheinischer Archivtag 2015, Brauweiler
23.-25.06.2015 3. Schweizerischer Kongress für Kunstgeschichte, Basel
24.06.2015 Nestor Praktikertag 2015, Duisburg
25.-26.06.2015 Digital Preservation for the Arts, Social Sciences,..., Dublin

05.07.2015 Preisverleihung Coding da Vinci, Berlin
05.-09.07.2015 36th Annual IATUL Conference 2015, Hannover


prometheus-Bildserie

„Berliner Philharmoniker. Aufregende Gründungszeit im 19. Jahrhundert"



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