Newsletter 2015 / 20



Themenspektrum

prometheus - Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre
prometheus-bildarchiv.de


Liebe Abonnenten, liebe Abonnentinnen,

in der nächsten Woche findet in Heidelberg „Computing Art“, eine Summerschool zur digitalen Kunstgeschichte, statt. Von Mittwoch bis Freitag dreht sich dann alles um die digitale Repräsentation eines Kunstwerks und seine visuelle, ikonographische und kontextuelle Erschließung. Im Anschluss trifft sich der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte zum Austausch und zur weiteren Planung.
Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende neue Erkenntnisse und inspirierende Diskussionen!

Herzliche Grüße,
Ihr
prometheus-Team


... aus dem Bildarchiv

Themenspektrum in den öffentliche Bildsammlungen

All denen, die bei prometheus einen persönlichen Zugang haben, stehen ja verschiedene zusätzliche Funktionen zur Verfügung. Beispielsweise können sie Bildsammlungen anlegen. Und dieses Angebot wird gerne genutzt. Momentan gibt es über 34.000 private Bildsammlungen. 486 davon sind für alle in prometheus freigegeben, das heißt, sie sind lesbar und teilweise auch schreibbar. Öffentliche Sammlungen können nicht nur für die eigene Arbeit in Forschung und Lehre angesehen und kommentiert werden, sondern auch zur Favoritenleiste hinzugefügt oder als zip-Datei heruntergeladen werden. Außerdem ist es möglich, diese Bildsammlungen zu kopieren und dann als eigene Sammlung weiter zu bearbeiten. Da lohnt sich vor der eigenen Recherche auch schon mal ein Blick auf die Inhalte, die dort zusammengestellt sind.
Welche Themen können Sie hier finden? Zunächst einmal sind es die Inhalte der wöchentlichen Bildserien seit 2011, s. „Echnaton und Amarna“ oder „Nolde“. Eine Suche innerhalb der Bildsammlungen nach Titel „Bildserie“ zeigt alle 249 an. Beim Blick auf die andere Hälfte fällt zunächst die sicherlich größte mit 2.191 Bildern auf: das hypermediale Bild-Text-Archiv zu den Ensembles „Öl auf Leinwand“, „MKÜVO“ und „MKÜVO-Fensterecke“ in „Anna Oppermann in der Hamburger Kunsthalle“. Aktuell zur 1200-Jahr-Feier in Hildesheim gibt es die Sammlung zur „Bernwardsäule“. Außerdem finden Sie Einführungen in die „Christliche Archäologie“ und in die „Kunstwissenschaft“, Vorbereitungen auf Vorlesungen, etwa zur „Architektur“, Zusammenstellungen zu speziellen Genrebildern, zur Zentralperspektive, zu Innovationen in Farbherstellung und -anwendung sowie zur Geschichte der Documenta. Ein Stöbern lohnt sich. So erhalten Sie einen zusätzlichen Einblick in die Bandbreite, die Ihnen das Bildarchiv bietet.


Digitale Bilderwelten

Kupferstichkabinette im Netz

Ein Projekt zur Digitalisierung von Druckgrafik bis 1800 wird fortgesetzt. Aus dem Virtuellen Kupferstichkabinett mit über 46.000 digitalisierten und erschlossenen grafischen Blättern der Sammlungen des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, wird das Kupferstichkabinett Online. Im neuen Projekt sollen 14.000 grafische Blätter dazu kommen. Und in der Kunsthalle Bremen wird es demnächst auch möglich sein, auf das Kupferstichkabinett online zuzugreifen. Hier wird die Digitalisierung der rund 200.000 Grafiken und Handzeichnungen des 15. bis 21. Jahrhunderts momentan vorbereitet.

Kurzfilme im Netz

Bis zu 30 Minuten lang sind die Filme. Sie zeichnen sich durch Verknappung und Verdichtung aus, sind Experimentierfeld und Kunstform. Früher eher im Kino und heute natürlich im Netz. Die Plattform „shortfil.ms“ sammelt Online-Filme und stellt sie zur Verfügung. Sortiert nach formatspezifischen Kategorien wie Länge (z.B. das Rad in 8 Minuten) und Genre (z.B. die Dokumentation „The Tulip Chair“), aber auch nach Sprache und Ländern. Jörg Schieb stellt das täglich wachsende Angebot deutscher und internationaler Werke und die Initiatoren vor.

Zugänge zu digitalen Sammlungen

Bei der Frage nach dem kreativen Potenzial von Sammlungen, von digitalen Sammlungen, stellt John Coburn andere, noch nicht weit verbreitete Suchansätze vor. Das Tyne & Wear Archiv & Museum etwa bietet für die Suche in seinen 450.000 Online-Objekte zwei Richtungen an: die gezielte Suche „Let me search“ und das Stöbern „Let me dive in“. Eine Suche nach Farben bietet das Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum. Digitale Fossilien werden bei „Succession“ angeboten. Aus unterschiedlichen Beständen zur Geschichte von Newcastle-Upon-Tyne werden fünf Einzelteile zufällig aus einer Menge von etwa zweitausend Items zusammen angezeigt. Grafisch ansprechend übereinander und einzeln. Wenn das Ergebnis gefällt, kann es gespeichert werden. Wenn nicht, ist per Klick schnell ein neues Paket erzeugt.

Bilderwelten der Musik

VAN, das Webmagazin für klassische Musik, hat in einem aktuellen Artikel einige Meilensteine der Musikvisualisierung zusammengestellt. Völlig subjektiv, wie sie sagen. Es beginnt bei Louis Bertrand Castel und dem Farbencembalo mit einer Bewertung in der Kategorie „Originalität“: „muss man erstmal drauf kommen“. Die Liste endet mit Animusic und der Bewertung in der Kategorie „Synästhesie-Faktor“: „Klang wird fast greifbare Form“.
van-magazin.de


Digitale Forschung

Elektronische Publikation gesichert?

2007 ging der Flusser-Hypertext samt Gerät zum Berliner Flusser-Archiv. Eine intensive Restaurierungsarbeit der elektronischen Publikation und ein Emulationsprojekt am Freiburger Institut für Informatik haben den Hypertext zu einer Version gemacht, die in einer Ausstellung im ZKM wieder zugänglich ist.
itas.kit.edu

Spielende Archäologie

Statt bei Ausgrabungen in der freien Natur, ist ein spielender Archäologe oder auch Archäogamer wie Andrew Reinhard eher vor dem Bildschirm zu finden. Dort sind Kulturen und Kulturgüter sowie ihre Darstellung in den Computerspielen Bestandteile seiner wissenschaftlichen Untersuchungen.
heise.de

Visualisierungen von Multimedia-Daten

Mit Visualisierungen können Sachverhalte anschaulich dargestellt werden. Oder sie können eine große Datenmenge sichtbar machen und dabei helfen, etwas Neues zu entdecken. Marten Düring stellt die Plattform „histoGraph“ vor, mit der sich Multimedia-Archive leichter durchsuchen und erforschen lassen.
visual-history.de

Urheberrecht digital denken

Das Urheberrecht und die digitale Welt scheinen - neben vielen anderen - zwei der Bereiche zu sein, die sich nicht in der gleichen Geschwindigkeit, nicht miteinander entwickeln und die an sehr vielen Stellen, großen Einfluss aufeinander haben, oder vielleicht auch nicht mehr, wie die Geschichte der „Army of Ducks“ möglicherweise zeigt.
Reichen hier Korrekturen des bestehenden Rechts oder muss es ganz neu gedacht werden? Eine kleine Gruppe von Experten verschiedenster Disziplinen stellt mit dem „Berliner Gedankenexperiment zur Neuordnung des Urheberrechts“ neue Ansätze und Lösungsmodelle für die digitale Gesellschaft vor.
Damit es bis zu einer eventuellen Neuregelung leichter wird, mit dem bestehenden Copyright Kulturdaten rechtskonform zu verwenden, stellt Kennisland die Publikation „A guide to understanding copyright when reusing cultural data“ zur Verfügung.


Digitale Lehre

Aktuelle Online-Kurse

Das neue Semester beginnt nicht nur vor Ort in den Hochschulen, sondern auch online. Verschiedene Kurse können noch belegt werden.
Schon in der nächsten Woche startet mit dem MOOC zu „25 Jahre Deutsche Einheit“ ein Projekt der Kooperative Berlin. Kostenlos für alle wird der Kurs im Dezember mit einer optionalen Offline-Veranstaltung in Berlin enden.
Im Digital Pedagogy Lab kann noch der Kurs „Learning Online“ gebucht werden. Er startet am 11. Oktober und endet am 7. November. Inhalte sind hier Lernen und das Web, eher aus der Sicht, dass das Internet eine Lernplattform, ein Werkzeug ist, mit dem sich sehr gut lernen lässt.
Die Universität von Edinburgh bietet „Photography: A Victorian Sensation“, einen fünfwöchigen Online-Kurs, der eine wöchentliche Lernzeit von durchschnittlich zwei Stunden vorsieht und am 12. Oktober startet.

Neue Podcasts zu Kunstgeschichte, zu Internetgeschichte

Sie hören Stimmen und in einer Folge des Podcasts reden diese Stimmen über Kunst und Horst, oder auch über Miró, Doug Aitken oder Otto Piene.
Im Podcast „History of the Internet“ redet der New Yorker Brian McCullough nicht nur über sein bisheriges Leben im Netz, sondern auch mit Interviewpartnern und -partnerinnen über ihr Netzleben und damit über die Entwicklungsjahre des Netzes. Miriam Sandabad gefällt‘s.

Social Media in der Lehre

Wie lässt sich Social Media in der Hochschullehre einsetzen? Eine Website, das Ergebnis der Zusammenarbeit verschiedener europäischer Universitäten, bietet unter anderem Informationen über die Möglichkeiten der Netzwerke und erste Richtlinien für den Einsatz.
socialmediaforeducation.org

Rund 50 Jahre Digitale Kunst

Eine kurze Übersicht: Die Digitale Kunst seit den 1960er Jahren, von Frieder Nakes „Hommage à Paul Klee“ über Andy Warhols „Amiga Experiments For Commissioned Digital Work“ bis „Nintendo at the Whitney Biennial“.
iq.intel.com


Digitaler Remix

Katzen bevölkern berühmte Kunstwerke

Sie tun es so knuffig, so elegant, so angemessen, oder was meinen Sie?
huffingtonpost.com


prometheus-Zahlen

1.456.562 Bilder * 87 Datenbanken * 156 Campus- und Institutslizenzen * 9.664 Persönliche Zugänge * 34.114 Bildsammlungen * 486 Öffentliche Bildsammlungen * 3.510 Präsentationen * 4.699 Favoriten * 545 Bilduploads * 27.961 Bildbewertungen * 609 Kommentare * 1.205 „Gefällt-Mir“-Angaben bei Facebook * 1.029 Follower bei Twitter * 126 Abonnenten bei Instagram * 89 Follower bei Google+

prometheus-Suchbegriffe

Top 10 Zweier-Kombinationen im August

san vitale (359) – andy goldsworthy (302) – le corbusier (228) – dom bamberg (164) – villa savoye (162) – giovanni bellini (135) – camille claudel (134) – antoine watteau (123) – jean lepautre (119) – jackson pollock (117)


Call for...

28.09.2015 Call for Papers „EMOOCs 2016 Conference“
30.09.2015 Call for Papers „Digitale Bibliothek“
30.09.2015 Call zum Special „Lehren und Lernen mit Videos“
30.09.2015 Call for Papers „Virtual Heritage Network: Ireland 2015“

15.10.2015 Call for Papers „DHd 2016. Modellierung - Vernetzung – Visualisierung“
15.10.2015 Call for Chapters „Handbook of Research on Digital Tools...“
16.10.2015 Call for Papers „Digital Editions: Academia, Society, Cultural Heritage“
31.10.2015 Bewerbungsschluss „Stipendien Digital Humanities“

01.11.2015 Call for Papers „Jahrestagung der Alliance of DH Organizations...“
15.11.2015 Call for Papers „Playing with Worlds | Worlds of Play“


Termine

26.09.2015 stARTcamp, Köln
28.-29.09.2015 Digitales Arbeiten in den Geisteswissenschaften..., Göttingen
28.09.-02.10.2015 Digital Heritage, Granada
28.09.-03.10.2015 Trier Digital Humanities Autumn School 2015, Trier, Luxemburg
30.09.2015 Digitaler Salon: Virtual Past, Berlin
30.09.2015 Free Interactive Tools Workshops, London
30.09.-02.10.2015 Summer School: Computing Art, Heidelberg
30.09.-03.10.2015 85. Deutscher Archivtag. Transformation ins Digitale, Karlsruhe

01.-02.10.2015 Play. Die Strategiekonferenz für Bewegtbildkommunikation, Berlin
02.10.2015 Treffen des Arbeitskreises Digitale Kunstgeschichte, Heidelberg
02.10.2015 Sharing is Caring: Right to Remix, Kopenhagen
02.10.2015 Europeana Sounds 2015: the future of historic sounds, Paris
07.10.2015 Blicke in die digitale Zukunft an einem Tag, Berlin
07.-10.10.2015 FIAT/IFTA World Conference: Audiovisual Culture,..., Wien
08.-09.10.2015 #RKB15 “(Retro)Digitalisate – Kommentarkultur – Big Data:...", München
09.-10.10.2015 Zündfunk Netzkongress, München
12.-14.10.2015 Herbsttagung Fachgruppe Dokumentation, Berlin
15.10.2015 Digitale Trends 2025...in der akademischen Bildung, Karlsruhe
15.-16.10.2015 ...europäische oder nationale Aspekte des Urheberrechts? Berlin
16.10.2015 Daten und Geschichtswissenschaften, Bern
16.10.2015 Bühne frei für kulturgut digital – digiS-Jahresveranstaltung, Berlin
20.-21.10.2015 Archive der Zukunft – Standards und Strategien, Graz
22.10.2015 HackCappelli, Zürich
22.-24.10.2015 Un | Commons. Kampf um Gemeineigentum, Berlin
23.-24.10.2015 Gründerseminar des Verbands Deutscher Kunsthistoriker, Bonn
26.-28.10.2015 Key ideas and concepts of Digital Humanities, Darmstadt
27.-28.10.2015 Linked Data – Vision und Wirklichkeit, Frankfurt a.M.
28.-30.10.2015 DCH 2015 „Digital Cultural Heritage“, Berlin
29.-30.10.2015 „Digitaler Raum – digitale Zeit“: Herbsttagung..., München

03.-04.11.2015 Clash of Realities, Köln
05.11.2015 Mobile Learning Day, Hagen
05.-06.11.2015 Zugang gestalten...für das kulturelle Erbe, Hamburg
06.-08.11.2015 „Newest Art History“. Wohin geht die jüngste Kunstgeschichte? Wien
09.-10.11.2015 Bildung im digitalen Zeitalter. Innovation von..., Frankfurt a.M.
11.-12.11.2015 ...Zur Optimierung des Menschen im Zeitalter der..., Konstanz
12.-14.11.2015 Bilder: Zeitzeichen und Zeitphänomene, Hamburg
13.-14.11.2015 IASA- und Medien-Archive-Austria-Jahrestagung, Innsbruck
13.-15.11.2015 Was Bilder wissen. Ökonomie und Bildmedien, Mannheim
19.-22.11.2015 89. KSK: Alles im Fluss, Düsseldorf
20.-21.11.2015 Cultural Entrepreneurship – Gründen..., Frankfurt/Oder und Berlin
20.-21.11.2015 „Playing with Worlds | Worlds of Play“, Maynooth


prometheus-Bildserie

"Die Grimm-Brüder. Ihr Werk, Ihre Lebensgeschichte"



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